„Wir feiern heute, dass Menschen hier Arbeit haben, lernen können, Freundschaften finden“

40-jähriges Jubiläum der Werkstatt der Pestalozzi-Stiftung

Beschäftigte, Mitarbeitende, Angehörige, Freunde sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer kamen zusammen, um vier Jahrzehnte gelebter Teilhabe am Arbeitsleben zu würdigen.
 
Im Mittelpunkt der Feier stand die Geschichte der Werkstatt, die 1986 gegründet wurde, um jungen Erwachsenen mit geistiger Behinderung nach ihrer Zeit in der Jugendhilfe eine berufliche Perspektive zu bieten. Aus dem damaligen Wichernhaus entstand eine Werkstatt für zunächst 120 Menschen. Seitdem hat sich die Einrichtung kontinuierlich weiterentwickelt und ihr Angebot stetig erweitert.
 
Zu den wichtigen Meilensteinen gehören die Gründung des Berufsbildungsbereichs, die Erweiterung um das Gebäude „30 B“ im Jahr 1999 sowie die Eröffnung des Standorts Mellendorf im Jahr 2012 für Menschen mit psychischen Herausforderungen. Es folgten zahlreiche weitere Entwicklungen, darunter der Ausbau von Außenarbeitsplätzen, die Eröffnung der appetit:werkstatt als große Catering-Küche im Jahr 2015, betriebsintegrierte Plätze der Tagesförderstätte sowie neue Arbeitsbereiche wie Näherei, Industriemontage und Fahrradwerkstatt in Altwarmbüchen.
 
Heute bietet die Werkstatt ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten – von Garten- und Landschaftspflege über Montage- und Verpackungsarbeiten bis hin zu Wäscherei, Catering und einer zertifizierten Aktenvernichtung. Täglich wird hier gemäht, geklebt, geharkt, gefegt, gepackt, gefaltet, gekocht, geputzt, gewaschen, gebügelt, genäht, repariert und vieles mehr.
 
„Wir feiern heute, dass wir immer noch da sind“, hieß es in der Jubiläumsansprache von Andrea Sewing, Vorständin der Pestalozzi-Stiftung. „Dass Menschen mit Behinderung hier Arbeit haben, lernen können, Freundschaften finden und ihr Leben strukturieren können – gelebte Teilhabe seit 40 Jahren.“
 
Neben dem Rückblick auf die erfolgreiche Entwicklung wurde auch auf aktuelle Herausforderungen eingegangen. Werkstätten für Menschen mit Behinderung stehen zunehmend vor der Aufgabe, mehr Beschäftigte auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Die Pestalozzi-Stiftung unterstützt diesen Weg, setzt sich zugleich aber dafür ein, dass Teilhabe am Arbeitsleben vielfältig gestaltet werden kann und unterschiedliche Lebenswege anerkannt werden.
 
Für die musikalischen Höhepunkte sorgten drei Bands aus der Region. Den Auftakt machten „Die Eisbrecher“, die seit mehr als 30 Jahren inklusive Rockmusik mit Herz und Haltung präsentieren und weit über Hannover hinaus bekannt sind. Anschließend begeisterten die „Sportfreunde Helden“ das Publikum mit energiegeladener Festivalstimmung. Den Abschluss bildete die junge Hardrock-Band „Sick Lick“ mit Frontfrau Hanna, die sich in den vergangenen Jahren als Publikumsmagnet auf zahlreichen Festivals und Konzerten etabliert hat.
 
Bei bestem Festwetter genossen die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Gesprächen sowie kulinarischen Angeboten vom Grill, Kuchenbuffet und Getränkestand.
 
„Es war ein sehr schönes Fest mit tollen Bands und netten Gästen. Wir freuen uns, dass so viele Beschäftigte und Mitarbeitende unserer Werkstatt gemeinsam mit Freunden und Angehörigen mit uns gefeiert haben“, resümiert Andrea Sewing.
 
Unser besonderer Dank gilt den Firmen Rossmann und Rufin Cosmetic, die unser Fest mit großzügigen Spenden finanziell unterstützt haben. Dank dem FC Burgwedel und der Burgwedeler Brauerei gab es auch Leckeres vom Grill sowie Getränke. Das Kaffeerad der Diakonie Himmelsthür stellte verschiedene Kaffeespezialitäten bereit und die Firma Monin ergänzte mit erfrischenden Cocktails. Und ein ganz großes Dankeschön geht an alle Mitarbeitenden und Beschäftigten, die dieses tolle Fest organisiert haben!

Spendenübergabe